Schufa-Score: Definition und 10 Tipps, wie Du es verbesserst!

Banken prüfen vor einer Kreditvergabe deine Bonität, der Schufa-Score ist bedeutender Bestandteil. Er gibt an, wie hoch die Ausfallwahrscheinlichkeit bei einem Darlehen ist.

Was ist ein Schufa-Score?

Die bekannte Auskunftei Schufa speichert vielfältige Daten von Verbrauchern, darunter deine momentanen Kredite und begangene Zahlungsverfehlungen. Zum einen stellt sie diese Daten Unternehmen aufgelistet als negative Schufa-Einträge zur Verfügung. Zum anderen errechnet sie aus diesen und weiteren Daten den Schufa-Score. Dieser Wert informiert über das Risiko von Zahlungsausfällen.

Die Schufa ermittelt diese Werte generell als Basis-Score und branchenspezifisch, zum Beispiel für Banken, Mobilfunkanbieter und Onlineshops. Die Werte unterscheiden sich, da sie jeweils andere Kriterien anlegt. Bei einem Bankkredit sind diese Kriterien zum Beispiel angesichts eines höheren Ausfallrisikos für die Institute strenger als bei einem Mobilfunkvertrag.

Welchen Einfluss hat der Schufa-Score auf meinen Kredit?

Banken führen bei jeder Kundenanfrage eine ausführliche Bonitätsprüfung durch, die sich aus zwei Elementen zusammensetzt:

  • Prüfung des Einkommens
  • Abfrage der Schufa-Datei

Anhand dieser beiden Aspekte entscheidet sie, ob sie einem Kreditantrag zustimmt. Die exakten Kriterien hängen von der Höhe des Kredits sowie den bankinternen Maßstäben ab, die zwischen den Dienstleistern differieren.

Bei einem schlechten Schufa-Score musst du bei allen Instituten mit einer Ablehnung rechnen, bei einem durchschnittlichen Schufa-Score kommt es auf die Höhe und Zuverlässigkeit deines Einkommens sowie den Kreditumfang an.

Bei einem positiven Kreditentscheid beeinflusst der Schufa-Score zudem den individuellen Zinssatz. Die meisten Banken offerieren Kredite mit bonitätsabhängigen Zinssätzen. Sie veröffentlichen einen Minimal- und einen Höchstzinssatz, dein individueller Zinssatz bewegt sich zwischen diesen beiden Extremen.

Wie ist der Schufa-Scorewert zu beurteilen?

Basis-Score der Schufa

Beim Basis-Score, den Verbraucher in einer Schufa-Selbstauskunft einsehen können, liegen die Werte zwischen 0 und 100 %. Sie zeigen auf, mit welcher Wahrscheinlichkeit Kunden einer Zahlungsverpflichtung nachkommen können.

Je höher dein Wert ist, über desto mehr Bonität verfügst du. Bedenke: Ein Wert von zum Beispiel 75 % mag sich auf den ersten Blick ansprechend lesen, er ist aber schlecht. Er bedeutet für Banken und andere Firmen ein sehr hohes Risiko, weil sie bei einem von vier Kunden in dieser Kategorie einen Zahlungsausfall befürchten müssen.

Scorewert und Ausfallrisiko:

  • 100% – 97,5% – Sehr gering
  • 95% – 97,5% – Gering bis überschaubar
  • 90% – 95% – Zufriedenstellend bis erhöht
  • 80% – 90% – Deutlich erhöht bis hoch
  • 50% – 80% – Sehr hoch
  • 0% – 50% – Sehr kritisch

Branchen-Score der Schufa

Die branchenspezifische Schufa-Scores, welche die Schufa den Unternehmen übermittelt, weichen in der Darstellung ab. Beim sogenannten Banken-Score 3.0 bewertet die Auskunftei Verbraucher auf einer Skala von 0 bis 9.999, wobei der höchste Wert die beste Bonität darstellt. Zudem gibt sie bei den einzelnen Bonitätsstufen die Risikoquote für einen Zahlungsausfall an. Trotz der abweichenden Darstellung basieren diese Scores auf derselben Logik wie der Basis-Score.

Wie wird der Schufa-Score berechnet?

Die genaue Formel wird von der Schufa nicht veröffentlicht. Einen wesentlichen Einfluss auf den Schufa-Score haben negative Merkmale. Diese lassen sich in weiche und harte negative Einträge unterteilen. So wirken sich bestehende Kreditverträge negativ auf den Score aus, weil sie die finanziellen Spielräume der Verbraucher einengen. Zu den harten negativen Merkmalen zählen alle Zahlungsverfehlungen:

  • nicht beglichene Rechnungen im Mahn- oder Inkassoverfahren
  • Vollstreckungsbescheide
  • Eintragung ins öffentliche Schuldnerverzeichnis
  • Privatinsolvenz

Diese Zahlungsverfehlungen verschlechtern den Schufa-Score erheblich, insbesondere bei gerichtlichen Verfahren.

Wie oft wird mein Schufa-Score aktualisiert?

Die Schufa berechnet den Basis-Score, auf dem die Branchen-Scores basieren, alle drei Monate neu. Das geschieht jeweils kurz nach dem Beginn eines neuen Quartals. Sie berücksichtigt hierbei hinzugekommene negative Einträge in den letzten drei Monaten.

Zusätzlich muss sich die Auskunftei an Löschfristen für negative Einträge halten. Fällt eine Löschung in das letzte Quartal, verbessert sich der Scorewert.

Wie kann man den Schufa-Score verbessern?

Du hast vielfältige Möglichkeiten, für einen ansprechenden Schufa-Score zu sorgen. Hier die besten zehn Tipps:

  • Zahle alle Rechnungen pünktlich: Bereits vier Wochen nach der ersten Mahnung kann ein Unternehmen einen negativen Schufa-Eintrag veranlassen.
  • Meide längerfristige Zahlungsverfehlungen wie Inkassoverfahren oder gerichtliche Schritte: Fehlt dir das Geld, versuche dich mit Gläubigern auf eine Ratenzahlung zu einigen.
  • Unterlasse alle längerfristigen finanziellen Verpflichtungen, für welche deine Ressourcen eventuell nicht ausreichen: Beispiele sind Kredite oder teure Mobilfunkverträge. Kannst du die monatlichen Raten oder Rechnungsbeträge nicht mehr bezahlen, droht rasch ein negativer Schufa-Eintrag.
  • Schließe nicht zu viele Kredite und Ratenfinanzierungen ab: Auch wenn du pünktlich die Raten bezahlst, verschlechtern sie deinen Schufa-Score.
  • Beschränke dich bei der Anzahl von Girokonten: Zu viele Girokonten und zu häufige Kontowechsel bewertet die Schufa ebenfalls negativ.
  • Sei vorsichtig mit einem Dispo: Die einen Banken melden die Gewährung des Dispos an die Schufa, die anderen nicht. Im ersten Fall kann das zu einer leichten Abwertung führen.
  • Überziehe den Dispo nicht: Dramatische Auswirkungen hat es, wenn du den Dispo überziehst und die Bank den Dispo kündigt. Die Folge ist ein deutlich schlechterer Schufa-Score.
  • Fordere regelmäßig eine Schufa-Selbstauskunft an: Manchmal ordnet die Schufa Daten falsch zu oder vergisst das Löschen negativer Einträge. Diese Selbstauskunft muss sie ein Mal im Jahr kostenlos zusenden.
  • Lasse fehlerhafte Einträge sofort korrigieren: Beantrage eine Änderung, du hast einen Anspruch auf Korrektur.
  • Stelle bei der Kreditsuche Konditionsanfragen und keine Kreditanfragen: Konditionsanfragen sind neutral, während Kreditanfragen den Scorewert minimieren. In der Regel behandeln fast alle Banken Kundenanfragen Konditionsanfragen, frage im Zweifelsfall aber nach.

Wie hoch ist mein Schufa-Score?

  • Fülle das Online-Antragsformular der Schufa aus.
  • Hier geht es zum Online-Antragsformular der Schufa.
  • Lade auf dieser Seite eine Kopie deines Personalausweises oder deines Reisepasses hoch. Entscheidest du dich für deinen Reisepass, musst du eine Kopie deiner Meldebescheinigung hinzufügen.
  • Anschließend versendet die Schufa die Selbstauskunft per Post.
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Quellen

Bild: ©shutterstock – funkyfrogstock

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