Schufa-Auskunft kostenlos beantragen

Jeder Verbraucher hat das Recht, ein Mal im Jahr bei der bekannten Auskunftei Schufa eine kostenlose Selbstauskunft zu bestellen. Diese Selbstauskunft enthält alle relevanten Informationen zu deiner Bonitätseinstufung.

Wie kann man kostenlose Schufa-Auskuft beantragen?

Die Beantragung der Schufa-Selbstauskunft, die nach der Einführung der Datenschutz-Grundverordnung Datenkopie genannt wird, erledigst du in wenigen Minuten.

  • Die Schufa stellt dir ein Online-Antragsformular bereit.
  • Hier geht es zum kostenlosen Antragsformular der Schufa.
  • Dort gibst du alle relevanten Daten wie Name, Adresse und Geburtsdatum ein. Anhand dieser Daten kann dich die Schufa in ihrer Datei identifizieren.
  • Zusätzlich lädst du entweder eine Kopie deines Personalausweises oder deines Reisepasses inklusive deiner Meldebescheinigung hoch. Scanne die Dokumente zuvor ein, das Hochladen ist eine Angelegenheit von Sekunden. Sende das Antragsformular ab.

Alternativ kannst du die Selbstauskunft per Post beantragen. Das Anschreiben muss die genannten Daten beinhalten und du musst die Kopie deines Ausweisdokuments beilegen.

Was steht in der kostenlosen Schufa-Auskunft?

Die Datenkopie der Schufa enthält neben den Stammdaten wie Adresse und Geburtsdatum alle wichtigen Daten, die zu der Bonitätseinschätzung führen. Die Auskunftei listet alle Daten auf, welche Unternehmen gemeldet haben. Dazu zählen:

  • Abschluss von Kreditverträgen
  • Eröffnung von Girokonten
  • Übernahme einer Bürgschaft
  • Zahlungsstörungen

Die Schufa erhebt auch selbst Daten, so durchforstet sie regelmäßig das öffentliche Schuldnerverzeichnis.

Zusätzlich finden sich in der Schufa-Selbstauskunft der Basis-Score sowie die Branchen-Scores. Sie geben an, mit welcher Wahrscheinlichkeit du einer Zahlungsverpflichtung nachkommen kannst. Beim Basis-Score handelt es sich um die allgemeine Bewertung. Die Branchen-Scores berechnet die Schufa für unterschiedliche Bereiche wie Banken und Versicherungen.

Wie schnell bekommt man die kostenlose Schufa-Auskunft?

Der Versand der Schufa-Datenkopie erfolgt ausschließlich per Post. Aus Datenschutzgründen verweigert die Schufa die Übermittlung per E-Mail. Diese Tatsache verzögert den Empfang, es kommt die Bearbeitungszeit hinzu. Erfahrungsgemäß dauert es mehrere Wochen, bis du die Schufa-Selbstauskunft erhältst.

Wie oft kann man kostenlose Schufa-Auskunft beantragen?

Du kannst die kostenlose Schufa-Datenkopie ein Mal pro Kalenderjahr bestellen. Dieses Recht hat der Gesetzgeber im Artikel 15 der DSGVO festgeschrieben.

Reicht die kostenlose Schufa-Auskunft dem Vermieter aus?

Theoretisch kannst du deinem Vermieter die kostenlose Schufa-Auskunft überlassen, in ihr stehen alle relevanten Informationen. Allerdings befinden sich in ihr viele vertrauliche Daten, die dein Vermieter nicht wissen muss. Deshalb empfiehlt sich die kostenpflichtige Schufa-Auskunft für Vermieter, bei der sich die Schufa auf das Wesentliche reduziert. Momentan verlangt die Auskunftei dafür 29,95 Euro.

Hier geht es zu der Schufa-Auskunft für den Vermieter.

Warum ist es wichtig, die kostenlose Schufa-Auskunft regelmäßig zu nutzen?

Zum einen kannst du dir einen Überblick über deine Bonität verschaffen. Das ist die Basis, um deine Kreditwürdigkeit zielgerichtet verbessern zu können. Zum anderen identifizierst du fehlerhafte Beiträge.

Es kommt vor, dass die Schufa negative Einträge anderer Verbraucher fälschlicherweise dir zuordnet. Eventuell verpasst sie es auch, trotz Löschfrist negative Einträge zu tilgen. Dank der Schufa-Selbstauskunft erkennst du diese Fehler und kannst eine Korrektur beantragen. Die Schufa steht in der Pflicht, berechtigte Korrekturen vorzunehmen.

Was kann ich tun, wenn meine Schufa-Auskunft negative Einträge hat?

Bei unberechtigten Einträgen kannst du auf einer Löschung bestehen. Handelt es sich um berechtigte Einträge, musst du meist die Dauer der Löschfrist abwarten. Viele Einträge entfernt die Schufa nach drei Jahren. Achte in einer finanziellen schwierigen Situation darauf, dass währenddessen keine neuen Einträge hinzukommen. Kannst du Rechnungsbeträge nicht bezahlen, versuche, eine Ratenzahlung zu vereinbaren.

Ein Eintrag in das öffentliche Schuldnerverzeichnis wirkt sich besonders negativ aus. Hast du die Forderung des Gläubigers beglichen, kannst du diesen Eintrag tilgen lassen. Dazu benötigst du ein Erledigungsschreiben des Gläubigers, sende dieses an das zuständige Vollstreckungsgericht. Die Schufa musst du nicht kontaktieren, sie entfernt den Eintrag dann automatisch.

Wo liegt der Unterschied zwischen der kostenlosen und kostenpflichtigen Schufa-Auskunft?

Jederzeit online Schufa-Einträge einsehen

Gegen eine einmalige Gebühr von 9,95 Euro und monatlichen Kosten von 3,95 Euro kannst du dir das Paket meineSchufa kompakt sichern. Du kannst mit ihm online jederzeit deine tagesaktuellen Schufa-Daten abrufen.

Telefonische Beratung

Darüber hinaus erhältst du individuelle Informationen zu den Speicherfristen und kannst Fragen sowie Korrekturaufträge direkt an die Schufa übermitteln. Mitarbeiter stehen dir per Telefon für eine Beratung zur Verfügung. Formular-Vorlagen für unterschiedliche Zwecke erweisen sich ebenfalls als hilfreich. Die Auskunft für Vermieter kannst du ein Mal im Jahr zum halben Preis von 14,95 Euro bestellen.

Schutz vor Identitätsdiebstahl

Mit meinSchufa plus bietet die Auskunftei dieselben Leistungen inklusive eines extra Schutzes vor Identitätsdiebstahl im Internet. Das realisiert sie mit einem Online-Monitoring, eine 24-Stunden-Hotline hilft im konkreten Fall. Dieses Paket kostet 4,95 Euro im Monat. MeinSchufa premium umfasst zudem ein Mal im Jahr eine kostenlose Auskunft für Vermieter und eine gratis Unternehmensauskunft.

Inwieweit sich diese kostenpflichtigen Angebote lohnen, hängt vom Einzelfall ab. Den meisten Verbrauchern dürfte eine kostenlose Selbstauskunft pro Jahr genügen.

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Quellen

Bild: ©shutterstock – VGstockstudio