Mobile Fußpflege gründen

Durch wachsende Probleme an den Füßen, unter anderem, weil sich unser Lebensstil so verändert hat, erfreut sich der Bereich der Fußpflege an steigender Nachfrage. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Tipps, wie Sie Ihre Existenz gründen und damit Geld verdienen können. 

Muss man für eine mobile Fußpflege ein Gewerbe anmelden?

Bei dieser Geschäftsidee wird zwischen der medizinischen und der kosmetischen Fußpflege unterschieden. Die medizinische Fußpflege unter der Berufsbezeichnung Podologe gilt als Heilkundeausübung aufgrund ärztlicher Verschreibung und muss demnach nicht als Gewerbe angemeldet werden. Sie gehört zu den sogenannten freien Berufen. Bei der medizinischen Fußpflege ist es notwendig, das zuständige Gesundheitsamt über die Tätigkeit zu informieren und die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung nachzuweisen.

Handelt es sich jedoch um eine kosmetische Fußpflege, so zählt diese in den Bereich der handwerksähnlichen Tätigkeiten und muss bei der zuständigen Gemeinde als Gewerbe angemeldet werden. Um jedoch rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, ist es empfehlenswert, für beide Arten der Fußpflege ein Gewerbe anzumelden. In den meisten Fällen ist es sinnvoll, ein Gewerbe als Einzelunternehmer anzumelden. Das ist die Rechtsform mit dem geringsten bürokratischen Aufwand.

Was ist der Unterschied zwischen einer medizinischen und kosmetischen Fußpflege?

Kosmetische Fußpflege

Wie bereits im vorherigen Abschnitt angedeutet, unterscheiden sich die medizinische- und kosmetische Fußpflege in diversen Punkten. Bei der kosmetischen Fußpflege werden vornehmlich pflegerische und ästhetische Eingriffe durchgeführt. Dabei handelt es sich um das Entfernen von Hornhaut und Schwielen, sowie um das Schneiden und Feilen der Nägel. Nagelhautentfernung und Nagelpflege in Form von Nagellackierungen gehören ebenfalls dazu.

Auch Fußmassagen mit speziellen Ölen und andere Wohlfühl-Behandlungen können bei der kosmetischen Fußpflege angeboten werden. Für die kosmetische Fußpflege benötigt man keine Ausbildung, anders als bei der medizinischen Fußpflege, die eine abgeschlossene Ausbildung zum Podologen voraussetzt. Jedoch ist es durchaus sinnvoll, auch bei einer kosmetischen Fußpflegetätigkeit regelmäßige Fort- und Weiterbildungen zu besuchen, um sich ein breites Fachwissen anzueignen.

Medizinische Fußpflege

Um Ihre Leistungen als medizinische Fußpflege zu bezeichnen, ist es unbedingte Vorraussetzung, dass Sie zuvor eine Ausbildung zum Podologen absolviert haben. Die Berufsbezeichnung Podologe ist geschützt, das heißt, es wird überprüft, ob man über eine Arbeitserlaubnis unter dieser Berufsbezeichnung verfügt. Bei der medizinischen Fußpflege liegt der Schwerpunkt mehr auf der Behandlung von diversen medizinischen Fußproblemen. Dabei handelt es sich um das Behandeln von Fuß- und Nagelpilzen und Diabetesschäden, eingewachsener Zehennägel und anderer medizinischer Fußbeschwerden. 

Welche Vorteile hat mobile Fußpflege zu einer mit einem festen Standort?

Während man bei einem festen Standort Kosten wie Miete, Nebenkosten und Einrichtungskosten hat, fallen diese bei der mobilen Fußpflege weg. Im Gegenzug benötigt man dafür einen verlässlichen PKW und die zur Pflege erforderlichen Materialien.

Durch die mobile Fußpflege werden Kundengruppen erreicht, die sonst keine Möglichkeit haben, das Haus zu verlassen. Seien es bettlägerige Patienten im Krankenhaus, Altenheim oder auch Kunden, die aufgrund starker Fußbeschwerden durch Entzündungen in ihrer Bewegung stark eingeschränkt sind.

In ländlichen Gebieten kann man mit der mobilen Fußpflege die weitverstreute Kundschaft erreichen, die sonst eventuell weitere Wege auf sich nehmen müsste. Durch die selbstständige und flexible Termineinteilung ist es leichter, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen.

Wie vermarktet man die mobile Fußpflege? Wie kommt man an Kunden ran?

Beim Vermarkten der mobilen Fußpflege ist es durchaus sinnvoll, eine professionelle und ansprechende Internetpräsenz zu haben. Auch Flyer oder Visitenkarten, die man an unterschiedlichen Orten auslegt, können hilfreich sein.

Durch die Teilnahme an guten Fort- und Weiterbildungen können sie sich von der Konkurrenz abheben. Auch Zertifikate stellen Ihre Tätigkeit in ein gutes Licht. Bauen Sie sich ein lokales Netzwerk auf. Das geschieht besonders durch Kooperationen mit Ärzten, Seniorenheimen und Krankenhäusern. Wenn Sie dort durch gute Arbeit bekannt sind, werden sie optimalerweise weiterempfohlen und über die Grenzen dieser Institutionen durch mögliche Mund-zu-Mund-Propaganda bekannt gemacht.

Um den Kundenkreis etwas auszuweiten, ist es sinnvoll, sowohl die medizinische als auch die kosmetische Fußpflege anzubieten. Das ist natürlich nur möglich, wenn Sie über die dazu nötigen Qualifikationen verfügen.

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Ist Startkapital für die Gründung einer mobilen Fußpflege nötig?

Anders als in einer Praxis haben Sie zwar keine Kosten für Miete, Strom und Heizkosten, aber Sie brauchen einen PKW, der gut und verlässlich funktioniert und Sie sicher von A nach B bringt. Denken Sie daran, auch die aufkommenden Fahrtkosten bei der Planung zu berücksichtigen. Rechnen Sie mit einem Startkapital zwischen 10.000 EUR und 30.000 EUR.

Sie benötigen für die mobile Fußpflege auch diverse Materialien und Geräte, auf die im nächsten Stichpunkt detaillierter eingegangen wird. Aufgrund Ihrer Selbstständigkeit ist es ebenfalls wichtig, dass Sie auch die Kosten für diverse Versicherungen im Hinterkopf behalten und sich umfassend bei Ihrer Versicherung darüber informieren.

Bei finanziellen Fragen ist es sinnvoll, die Hilfe eines Steuerberaters zu Rate zu ziehen, um nichts wichtiges zu vergessen und in allen Dingen gut informiert zu sein. 

Welche Ausstattung ist für die mobile Fußpflege erforderlich?

Um Ihre zur Fußpflege benötigten Materialien kompakt und schonend zu verstauen, ist es sinnvoll, über einen Fußpflege-Koffer nachzudenken. Darin enthalten sind die benötigten Geräte, eine Lampe für bessere Sicht, Pflegeartikel, eine Fußablage und spezielle Präparate zur Hand-/Haut- und Flächendesinfektion.

Für den kosmetischen Bereich benötigen Sie unter anderem Öle, Nagellack und andere Pflegeartikel wie Cremes oder Gele. Des Weiteren benötigen Sie hygiene-freundliche Arbeitskleidung, bestehend aus Kittel, Mundschutz und Handschuhen. Sie erhalten einen gut bestückten Fußpflege-Koffer für etwa 1500-1800EUR. 

Bevor Sie eine mobile Fußpflege starten, ist es grundsätzlich sinnvoll eine Fachmesse in Ihrer Nähe zu besuchen. Erkundigen Sie sich im Internet nach Terminen. Auf Messen haben Sie die Möglichkeit, sich über die unterschiedlichen Materialien-Sets zu informieren. Sie können hier vom Fachpersonal über die unterschiedlichen Angebote kompetent beraten werden und haben die Möglichkeit, sich die Materialien aus der Nähe anzusehen. Auch können Sie sich beispielsweise über interessante Leasing-Angebote von Händlern informieren.

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Quellen

Bild: @Pixel-Shot / shutterstock.com

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