Übersetzer werden: so geht’s!

Von zu Hause aus Geld verdienen am eigenen PC kann man auch als √úbersetzer. F√ľr kleinere¬†√úbersetzungen¬†werden immer wieder √úbersetzer gesucht, die schnell einfachere √úbersetzungsarbeiten erledigen.

Einige Dinge sollte man daf√ľr aber schon mitbringen. Welche das sind, und was man als angehender √úbersetzer sonst noch wissen sollte, erkl√§ren wir kurz und √ľbersichtlich in unserem Beitrag.

Die Muttersprache des √úbersetzers ist entscheidend

Gute Übersetzungen erfordert eine gute Kenntnis der eigenen Muttersprache und eine solide Kenntnis der Ausgangssprache. Übersetzt wird meistens in die eigene Muttersprache.

Man geht davon aus, dass nur jemand wirklich in der eigenen Muttersprache hundertprozentig perfekt ist, und auch alle sprachlichen Feinheiten versteht und korrekt umsetzen kann. Auch professionelle √úbersetzer √ľbersetzen ausschlie√ülich in ihre Muttersprache ‚Äď egal wie viele und wie gut sie Fremdsprachen beherrschen.

Bei Menschen, die zweisprachig aufgewachsen sind, ist die Entscheidung manchmal schwierig, was die Muttersprache ist. In solchen Fällen ist die Muttersprache aber in aller Regel die Sprache des Landes, in dem man hauptsächlich lebt.

Ausnahmen kann es hier manchmal geben ‚Äď etwa wenn jemand zwar in Deutschland lebt, in seinem Arbeits- und Privatleben aber praktisch ausschlie√ülich Italienisch spricht, kann in diesem Fall auch Italienisch die Muttersprache sein.

Alternative: Meinungsumfragen beantworten und Geld verdienen

Bezahlte Online-Umfragen sind Befragungen zu unterschiedlichen Themen, bei denen die Meinung oder die Vorlieben der Teilnehmer abgefragt werden. Da die Beantwortung der Fragen Zeit kostet, wird im Gegenzug vom ausf√ľhrenden Unternehmen eine Verg√ľtung angeboten. Damit soll der zeitliche Aufwand der Teilnehmer f√ľr die Beantwortung der Fragen entsch√§digt werden.

Top 3 Anbieter von bezahlten Umfragen:

AnbieterAuszahlungArt der AuszahlungTest
Myiyo ab 20 ‚ā¨PaypalTestzum Anbieter
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Meinungsstudieab 20 ‚ā¨Pr√§mien, Gutscheine, ProdukttestsTestzum Anbieter

Wo findet man Aufträge als Übersetzer?

In den meisten F√§llen wird die beste Quelle eine Auftragsplattform f√ľr √úbersetzer sein. Ein aussagekr√§ftiges Profil, kurze, aber vollst√§ndige Angaben zu Kenntnissen und Referenzen sind hier hilfreich. Vergessen Sie auch nicht auf ein Foto. Das ist h√§ufig ein wichtiges Kriterium.

Alternativ kann man auch auf Textplattformen oder als sogenannter Clickworker auf entsprechenden Plattformen nach √úbersetzungsauftr√§gen suchen, wird dort aber in der Regel nur eher eingeschr√§nkt f√ľndig ‚Äď bei hoher Konkurrenz.

Interessant kann es auch sein, Buchautoren, Bloggern und Webseitenbetreibern gezielt Pauschal-Angebote zu machen, wenn eine Internationalisierung der Webseite ein Thema ist. F√ľr ein Buch oder ein Blog ergeben sich beispielsweise zus√§tzliche Einkommenschancen, wenn es f√ľr ein Zielland √ľbersetzt wird. Wer ein wenig von Medien versteht, kann hier h√§ufig punkten.

Brauche ich als √úbersetzer eine Ausbildung?

In Deutschland: nein. In √Ėsterreich ist ein Studium und eine Pr√ľfung allerdings vorgeschrieben, um als √úbersetzer oder Dolmetscher arbeiten zu d√ľrfen. Grunds√§tzlich schadet eine Pr√ľfung aber nicht, vor allem nicht, wenn man an seri√∂se und lukrativere Auftr√§ge herankommen m√∂chte.

IHK-Pr√ľfung

Eine solche Pr√ľfung kann man an der IHK ablegen. Du darfst nach der Pr√ľfung dann die Bezeichnung gepr√ľfter √úbersetzer f√ľhren. Voraussetzung zur Pr√ľfung sind:

  • ausreichende Sprachkenntnis der Fremdsprache (Sprachniveau mindestens C2, Ausbildungsnachweis oder anerkannte Sprachpr√ľfung ist notwendig)
  • Abschlusspr√ľfung in einem kaufm√§nnischen Ausbildungsberuf und mindestens ein Jahr Berufspraxis, dazu muss ein Bezug zur Fremdsprache gegeben sein (zum Beispiel als Sekret√§r/in mit fremdsprachlicher Kommunikation).
  • ein Vorbereitungslehrgang

Die Pr√ľfung kann gegen eine Pr√ľfungsgeb√ľhr von 300 Euro an den IHKs abgelegt werden. Die Vorbereitungskurse finden in privaten Bildungseinrichtungen statt, und bewegen sich je nach Umfang im Bereich von ca. 1.500 bis 3.000 Euro, sind aber z.B. durch Bildungsschecks f√∂rderf√§hig. Mit einer Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondent kann man auch die wirtschaftlichen Grundlagen, die f√ľr die IHK-Pr√ľfung n√∂tig sind, erhalten.

Staatliche Pr√ľfung

Ein staatlich gepr√ľfter √úbersetzer hat seine Pr√ľfung an einer Pr√ľfungsstelle im jeweiligen Bundesland abgelegt. Die Zulassungsvoraussetzungen sind hier anders als bei der IHK, das Zertifikat gilt im Allgemeinen auch als besser angesehen.

Notwendig ist zumindest die mittlere Reife, Abitur wird empfohlen. Dazu muss eine angemessene fachliche Ausbildung oder Tätigkeit im Bereich der Zielsprache gegeben sein. Das ist etwa:

  • eine mindestens dreij√§hrige Ausbildung an einer anerkannten √úbersetzerschule oder
  • ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Fremdsprache oder
  • eine mindestens dreij√§hrige hauptberufliche T√§tigkeit als √úbersetzer dieser Fremdsprache
  • mindestens f√ľnf Jahre hauptberufliche T√§tigkeit im Land, in dem die Fremdsprache gesprochen wird. Ein Beruf, bei dem man m√ľndlich und schriftlich intensiv mit der Sprache zu tun hatte

Nicht alle Sprachen werden dabei in allen Bundesl√§ndern angeboten. In manchen F√§llen muss man also die Pr√ľfung in einem anderen Bundesland ablegen.

√úbersetzer ohne Ausbildung

Man darf in Deutschland aber auch¬†ohne Ausbildung¬†als √úbersetzer arbeiten. Gerade kleinere und weniger bedeutende √úbersetzungen werden aus Kostengr√ľnden gerne an nicht gepr√ľfte √úbersetzer vergeben. Solche Auftr√§ge bekommt man h√§ufig auf √úbersetzer-Plattformen, wo man sich mit einem Profil registrieren kann.

Was kann man als √úbersetzer verdienen?

Übersetzer, die selbständig arbeiten, verlangen in der Regel zwischen 8 und 12 Cent pro Wort. Mehrfach vorkommende Wörter, Begriffe oder Phrasen werden dabei im Allgemeinen nur einmal gezählt, der Gesamtanteil an Wörtern ist damit also meist deutlich höher.

F√ľr √úbersetzer ohne Pr√ľfung liegen die Verdienstm√∂glichkeiten in der Praxis meist zwischen 2,5 Cent bis rund 6 Cent pro Wort. Das ist immer¬†Verhandlungssache¬†mit dem Auftraggeber. Besonders gesucht sind immer fachliche Kenntnisse.

Die¬†Auftragslage¬†ist auch √ľber die Jahre √ľberraschend gut. Wer gute Qualit√§t und einen hohen Turnover bieten kann, und dazu ein, zwei gute Referenzen hat, findet relativ gut Auftr√§ge.¬†Fachkenntnisse¬†in Wirtschaft, Technik oder Medien sind h√§ufig gesucht und erh√∂hen die Chancen f√ľr entsprechende Auftr√§ge deutlich.

Ein Tipp: √úbersetzungssoftware

Wer als √úbersetzer Geld verdienen m√∂chte, sollte sich unbedingt mit dem Thema CAT-Software (Computer-Aided-Translation) besch√§ftigen. Kein professioneller √úbersetzer arbeitet heute mehr ohne diese Software-Suites. Was man einmal √ľbersetzt hat, braucht man nie wieder √ľbersetzen ‚Äď der Computer f√ľgt diese W√∂rter, Phrasen oder Textteile gleich automatisch bei neuen √úbersetzungen ein.

Die Software-Suites gibt es entweder sehr teuer von professionellen Anbietern (z.B. SDL Trados), aber auch kosteng√ľnstige SaaS-Angebote (wie etwa wordbee.com) oder sogar kostenlose Software mit sehr guter Qualit√§t (etwa OmegaT). Durch Einsatz solcher Systeme ist ein Turnover von rund 5.000 ‚Äď 10.000 W√∂rtern pro Tag durchaus m√∂glich.

Voraussetzung ist aber nat√ľrlich die Fachkenntnis. Gute √úbersetzungen werden sehr exakt angefertigt, und geben Wort f√ľr Wort genau den Sinngehalt des Ausgangstextes wieder. Das ist auch f√ľr Profis oft knifflig. Darin besteht aber der Hauptzweck der Arbeit.

Fazit

Wer eine Fremdsprache sehr gut beherrscht, oder zweisprachig aufgewachsen ist, kann durchaus als √úbersetzer Geld¬†verdienen. Sie m√ľssen sich aber nat√ľrlich als¬†Freiberufler¬†anmelden, und die Einnahmen entsprechend versteuern. Wer sich¬†weiterqualifiziert, kann durchaus auch seinen Lebensunterhalt mit √úbersetzungen v√∂llig ortsunabh√§ngig durch reine Onlinearbeit bestreiten.

FAQ:

Wie wird man √úbersetzer?

In Deutschland braucht man keine Ausbildung als √úbersetzer. Man kann jedoch eine Pr√ľfung bei der IHK ablegen.

Wie viel verdient man als √úbersetzer?

Als freiberuflicher √úbersetzer bekommt man 8 bis 12 Cent pro Wort. Als Festangestellter ca. 3000 Euro im Monat.

Wo findet man Jobs als √úbersetzer?

Es gibt mehrere Portale wie fiverr.com, wo man Jobs findet. Oder man bewirbt sich bei einer Agentur.

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Quellen

Bild: fizkes/shutterstock.com

Dmitry Poborchiy

Dmitry Poborchiy

B. Eng.

Dmitry ist der Gr√ľnder von Bonexo. Nach seinem Studium ist er selbst√§ndig geworden und besch√§ftigt sich jetzt mit der Optimierung von Finanzen f√ľr mehr Netto vom Brutto.

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