Geld verdienen mit dem Scannen von Einkäufen

Wer im Internet Geld verdienen möchte, hat heute mehr Möglichkeiten denn je. Denn neben klassischen Online-Umfragen verstehen sich auch immer mehr Marktforschungsunternehmen darauf, das Spektrum ihrer Verdienstoptionen auszuweiten und potenziellen Nutzern damit interessante Einkommensquellen zu liefern.

Eine dieser vergleichsweise neuen Optionen ist das Scannen der eigenen Eink√§ufe. Das wird von den Unternehmen ebenso verg√ľtet, wie die Teilnahme an¬†bezahlten¬†Umfragen. Dabei bietet es aber den¬†Vorteil, dass es¬†deutlich besser in den Alltag eingebettet werden kann.

Portale f√ľr das Scannen der Eink√§ufe

Die Frage, die sich bei jedem Anbieter im Online-Business stellt, ist zweifelsohne jene danach, ob das betreffende Unternehmen seriös handelt oder ob Zweifel hinsichtlich der Geschäftspraktiken herrschen.

Im Fall beider Unternehmen kann diesbez√ľglich¬†Entwarnung¬†gegeben werden, da es sich bei den Panelbetreibern um sehr erfahrene Marktforschungsunternehmen handelt, die mitunter bereits seit vielen Jahrzehnten in der Marktforschungsbranche aktiv sind.

Nielsen Homescan Panel

Weitere Infos zu: Nielsen Homescan Panel.

Alleine die Nielsen Company, die sich f√ľr das¬†Nielsen Homescan Panel¬†verantwortlich zeichnet, wurde bereits im Jahr 1964 gegr√ľndet, verf√ľgt √ľber mehr als 40.000 Mitarbeiter und ist derzeit in √ľber 100 L√§ndern aktiv.

GfK – Gesellschaft f√ľr Konsumforschung

Weitere Infos zu: GfK

√Ąhnlich gestaltet sich die Sachlage bei der¬†Gesellschaft f√ľr Konsumforschung, kurz¬†GfK, die mit √ľber 10.000 Mitarbeitern das gr√∂√üte Marktforschungsunternehmen der Bundesrepublik ist und unter anderem bedeutende Wirtschaftsindikatoren, wie den Konsumklimaindex, herausgibt. In puncto Know-how und Seriosit√§t sind sich die beiden also ebenb√ľrtig und uneingeschr√§nkt zu empfehlen.

Was sind die Unterschiede zwischen den beiden Anbieter?

Auswahl der Teilnehmer bei GfK

Um auf dem¬†GfK Verbraucherpanel¬†mit dem Scannen von Eink√§ufen Geld verdienen zu k√∂nnen, ist ein wenig Gl√ľck n√∂tig. Denn die Teilnehmer, die f√ľr diese langfristig angelegten Marktforschungsstudien ausgew√§hlt werden, werden nach dem Zufallsprinzip ausgelost. Eine direkte Teilnahme ist hingegen nicht m√∂glich.

Erfolgt schlie√ülich die Auswahl, folgt ein kurzes¬†Telefoninterview¬†mit einem Mitarbeiter der GfK, der √ľbliche Fragen bez√ľglich der Haushaltsgr√∂√üe sowie der Haushaltssituation stellt, sodass letztlich festgestellt werden kann, ob der maschinell ausgew√§hlte Proband der gesuchten Zielgruppe entspricht. Gibt es diesbez√ľglich gr√ľnes Licht, erhalten Mitglieder nach ein bis zwei Wochen ein Paket, das einen Scanner enth√§lt, mit dem die Eink√§ufe protokolliert werden k√∂nnen.

Auswahl der Teilnehmer bei Nielsen

Nielsen beschreitet in dieser Hinsicht einen anderen Weg, indem das Unternehmen nicht auf einen Zufallsgenerator zur Probandenauswahl setzt, sondern seinen Nutzern die direkte Anmeldung f√ľr das unternehmenseigene Homescan-Panel erm√∂glicht. Ebenso wie im Fall von GfK erreicht der Scanner den Nutzer in der Regel binnen 7 bis 14 Tagen, sodass mit dem Scannen begonnen werden kann.

Wie erfolgt das Scannen der Einkäufe?

In puncto Datenerfassung sind keine großen Unterschiede zwischen den beiden Anbietern festzustellen, da es sich um ähnliche Geräte handelt, mit denen die Einkäufe protokolliert werden. In beiden Fällen wird mit Hilfe des Scanners der Barcode gescannt, woraufhin die Eingabe von Menge und Preis erfolgt.

Der Scanner der GfK erfasst diesbez√ľglich noch einige zus√§tzliche Daten wie beispielsweise in welchem Gebinde ein Produkt gekauft wurde oder, ob es sich beispielsweise um ein Sonderangebot gehandelt hat. Die Daten√ľbertragung der Ger√§te, die den √ľblichen Handscannern an Supermarktkassen √§hneln, erfolgt schlie√ülich in verschl√ľsselter und¬†anonymisierter¬†Form.

Was muss beim Scannen beachten?

Nichtsdestotrotz h√§lt sich der w√∂chentliche Aufwand f√ľr das Scannen der Eink√§ufe im Rahmen und variiert je nach Gr√∂√üe des Haushalts zwischen 20 und 50 Minuten. Durch die vielen zus√§tzlich abgefragten Informationen ist bei der Teilnahme am GfK Verbraucherpanel insgesamt mit einem etwas h√∂heren Zeitaufwand zu rechnen.

Wichtig ist hingegen bei beiden Anbietern, dass die get√§tigten Eink√§ufe regelm√§√üig und l√ľckenlos gescannt werden. Erfolgt √ľber l√§ngere Zeit keine √úbermittlung, werden Nutzer von der Teilnahme ausgeschlossen und gebeten, die Ger√§te zur√ľckzusenden. Wer allerdings im Vorhinein wei√ü, dass er f√ľr eine bestimmte Zeit keine Daten √ľbermitteln kann, kann dies den beiden Unternehmen jederzeit problemlos mitteilen und muss dementsprechend auch keinen Ausschluss f√ľrchten.

Pr√§mien und Verg√ľtung bei Nielsen Homescan

Bei beiden Anbietern erfolgt die Verg√ľtung unabh√§ngig vom Einkaufsvolumen einmal pro Woche mit einem Fixbetrag. Dieser Fixbetrag wird dem Nutzerkonto allerdings nicht in harter W√§hrung, sondern in Form von Panelpunkten gutgeschrieben, wie es in der Branche weit verbreitet ist. Nielsen zahlt gestaffelt nach der Haushaltsgr√∂√üe zwischen 200 und 250 Punkten pro Woche.

Zus√§tzlich versteht sich das Unternehmen darauf, den Nutzer f√ľr die, zwar minimalen aber dennoch anfallenden, Stromkosten mit weiteren 25 Punkten pro Woche zu entsch√§digen. Sobald die Auszahlungsgrenze von 1376 Punkten (Gegenwert 5 Euro) erreicht ist, k√∂nnen die verdienten Punkte bei Nielsen gegen Sachpr√§mien und Gutscheine eingetauscht werden.

Zu Wahl stehen insbesondere Konsumgutscheine gro√üer Handelsketten wie H&M, Weltbild und Zalando aber auch hochwertige Sachpr√§mien wie Elektronikartikel, Fahrr√§der aber auch verschiedene Weine.

Pr√§mien und Verg√ľtung beim GfK

Bez√ľglich der Verg√ľtung verfolgt auch die GfK ein Punktesystem auf Wochenbasis. Im Gegensatz zu Nielsen verzichtet die GfK jedoch auf die minimale Entsch√§digung f√ľr die entstandenen Energiekosten. Hinsichtlich des Pr√§mienkatalogs verfolgt die GfK ebenfalls einen anderen Ansatz, zumal derzeit ausschlie√ülich Sachpr√§mien und Gutscheine erworben werden k√∂nnen. Dazu z√§hlen allerdings sehr hochwertige G√ľter wie Taschenlampen der Firma MagLite sowie Haushaltsger√§te der Marken Braun und Severin.

Ein Wermutstropfen ist hingegen die vergleichsweise hohe Auszahlungsgrenze von aktuell 327 Punkten, die mit jeweils 12 Wochenpunkten lange auf sich warten l√§sst. Gerade im Vergleich zu Nielsen Homescan, wo die erster Auszahlung auch f√ľr Singlehaushalte bereits nach nicht einmal zwei Monaten m√∂glich ist, ist dies ein deutlicher Minuspunkt f√ľr das GfK Verbraucherpanel.

Fazit

Abgesehen von den bereits erw√§hnten Unterschieden in puncto Datenabfrage und Verg√ľtung machen beide Anbieter einen soliden Eindruck. Aufgrund der Tatsache, dass das Erreichen der Auszahlungsgrenze zur Auswahl einer Pr√§mie im Fall von Nielsen Homescan deutlich fr√ľher der Fall ist, hat der Anbieter diesbez√ľglich die Nase vorn.

Da wir im Rahmen dieses langfristigen Tests jedoch auch durch das Scannen der Eink√§ufe f√ľr das GfK-Panel die Auszahlungsgrenze erreichten, ist es uns m√∂glich, den Pr√§mienversand vergleichsweise zu beurteilen. Erfreulicherweise funktioniert dieser bei beiden Anbietern reibungslos. W√§hrend digitale Gutscheine binnen Stunden eintreffen, dauert es im Fall von Sachpr√§mien erfahrungsgem√§√ü allerdings schon einmal zwei Wochen.

Unter dem Strich k√∂nnen beide Anbieter grunds√§tzlich empfohlen werden. Durch die deutlich bessere Verg√ľtung hat Nielsen jedoch die Nase vorn und ist damit unser Testsieger, sofern die GfK ihre Verg√ľtungsstruktur nicht deutlich nachbessert und an den Verdienst ihrer der Online-Umfragen angleicht.

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Quellen:

Bild: Oksana Shufrych/shutterstock.com

Dmitry Poborchiy

Dmitry Poborchiy

B. Eng.

Dmitry ist der Gr√ľnder von Bonexo. Nach seinem Studium ist er selbst√§ndig geworden und besch√§ftigt sich jetzt mit der Optimierung von Finanzen f√ľr mehr Netto vom Brutto.

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6 Antworten

  1. Schade wollte mich bei Ihnen anmelden f√ľr das scannen von Eink√§ufen aber leider zeigt es bei der Anmeldung wenn ich den zweiten Namen von meinem Mann eingeben will wird nicht angenommen hei√üt es jedesmal den Vornamen eingeben

  2. Ich habe mich bei der GfK registriert und noch am selben Tag einen super netten R√ľckruf f√ľr das Interview bekommen… ich bin sehr gespannt, wie gut ich das Scannen dann in meinen Alltag integrieren kann und erhoffe mir neben einer kleinen Pr√§mie vielleicht auch etwas, dass ich bewusster einkaufe…schlie√ülich besch√§ftigt man sich dann zuhause noch mal intensiv mit seinen Eink√§ufen und reflektiert da eher.

  3. wollte eigentlich mitmachen bei Nielsen, aber offenbar entspricht ein singlehaushalt mit geringem Einkommen nicht ihrer Zielgruppe…
    Schade. Mal schauen was die GfK sagt.
    Dennoch finde ich es eine Frechheit, dann sollen sie doch bitte uns die Zeit ersparen und festgelegte mindest vorraussetzungen
    dazu schreiben.

  4. Wie man GFK empfehlen kann ist mir ein R√§tsel! Habe mich dort registriert und miunter gescannt! Dann erfuhr ich das ich pro Woche 15 Punkte bekomme sowie 400 Punkte im Jahr f√ľr regelm√§ssige Teilnahme! Aufwand pro Woche gut 1,5h! Und wenn ich das dann 10Jahre gemacht habe, habe ich die Punkte f√ľr ein bis dahin antiquiertes IPhone7 zusammen! Was bitte ist daran eine angemessene Verg√ľtung!? Mein Rat, Finger weg!

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