Was verdient ein Produktionshelfer?

In vielen Abteilungen von Fertigungs-Unternehmen lässt sich nebenher Geld als Produktionshelfer verdienen. Viele Fertigungen sind heute hoch automatisiert. Und doch gibt es Bereiche, in denen Maschinen nichts ausrichten können.

Der Einsatz von Maschinen und Robotern für bestimmte Teile der Fertigung kann einfach zu teuer sein. Oder diese Bereiche der Produktion erfordern ein handliches Geschick, das Maschinen nicht liefern können.

Im Prozess der Produktion ist der Mensch also nicht vollständig ersetzbar. Das bringt Vorteile für alle, die Geld mit einfachen Handarbeiten verdienen möchten. Was auch immer der Grund für die Handarbeit im Produktionsablauf sein mag, er sichert Arbeitsplätze und ein gut zu verdienendes nebenberufliches Einkommen.

Was macht ein Produktionshelfer?

Welche Aufgabe ein Produktionshelfer auszuführen hat, hängt natürlich stark von der Firma und entsprechenden Branche ab. Meist handelt es sich bei den Tätigkeiten um Unterstützung in den Abläufen, um Montagetätigkeit, Arbeiten mit unterschiedlichen Teilen und Komponenten. Diese müssen meist zusammengesetzt oder zusammengeführt und dabei verschraubt oder verklebt werden.

Montagearbeiten

Allgemeine Tätigkeiten für Helfer in der Produktion können außerdem Montagetätigkeiten, Schneidarbeiten, das Einlegen von Flyern oder Prospekten in Zeitungen, Sortier- und Aufräumarbeiten sein.

Kontrolle

Eine häufige Aufgabe für Produktionshelfer ist die Prüfung oder Kontrolle von Teilen. Zwar setzen Maschinen viele Stücke automatisch zusammen. An manchen Stellen der Produktion muss sich dennoch ein Mensch darum kümmern, das Ergebnis und seine Qualität zu testen.

Fertigung

Nicht zuletzt stehen Produktionshelfer auch selbst an den Maschinen und führen dort als ein Teil im Fertigungsprozess ihre Arbeiten aus. Auch Lagerarbeiten, Kommissionierung, Verpackung oder kleinere Transporte gehören zum Betätigungsfeld von Produktionshelfern.

Gehalt eines Produktionshelfers

Lohn vom Betrieb stark abhängig

Die wichtigste Frage für alle, die nebenberuflich als Produktionshelfer arbeiten wollen, ist natürlich die nach dem Verdienst. In den meisten Fällen bekommen Produktionshelfer für einfache Tätigkeiten den gesetzlichen Mindestlohn. Er liegt derzeit bei 8,50 Euro in der Stunde. Das monatliche Einkommen bemisst sich natürlich nach der Zahl der geleisteten Stunden. In Vollzeit lässt sich mit einem Mindestlohn ein Gehalt von rund 1.300 Euro im Monat erzielen.

Metallindustrie zahlt deutlich mehr

Es gibt Branchen, in denen nach Tariflohn bezahlt wird. Bei Unternehmen der Metallindustrie kann das etwa der Fall sein. Ein Tariflohn für Produktionshelfer kann über dem Mindestlohn liegen. Eine tarifliche Vergütung bringt dem Produktionshelfer dann sogar ein höheres Einkommen. Deutlich über 2000 Euro sind im Monat in Vollzeit möglich, wenn der nebenberufliche Produktionshelfer nach Tarif bezahlt wird.

Einen Job als Produktionshelfer finden

Hier finden Sie freie Stellen als Produktionshelfer: indeed.com/Produktionshelfer

Die besten Chancen gibt es, wenn man sich als potenzieller Produktionshelfer bei Fertigungsunternehmen in der Nähe informiert und dort persönlich oder telefonisch nachfragt. Auch über Internet-Jobbörsen findet man entsprechende Jobs. Manche Firmen suchen mit Inseraten nach Produktionshelfern oder haben sogar Schilder an ihrem Werkstor. Sich im Umfeld umzusehen lohnt sich also.

Voraussetzungen eines Produktionshelfers

Das Besondere an der Arbeit für Produktionshelfer ist Einfachheit und schnelle Erlernbarkeit. Die meisten Tätigkeiten können praktisch von jedem, der sich nebenher etwas Geld dazu verdienen möchte, ausgeübt werden.

keine Ausbildung nötig

Große Vorkenntnisse, Erfahrungen oder sogar eine spezielle Ausbildung sind nicht notwendig. Allerdings kommt es durchaus auf andere Fertigkeiten an, die ein Helfer in der Produktion mitbringen muss. So ist eine handwerkliche Begabung bei vielen Einsatzgebieten der Produktionshelfer unbedingt von Nutzen. Auch ein gewisses technisches Verständnis hilft bei dieser nebenberuflichen Tätigkeit. Immerhin sind Maschinen zu bedienen.

Staplerschein ist ein Vorteil

Als Produktionshelfer arbeiten können darüber hinaus Menschen, die sich bestimmte Fertigkeiten schnell annehmen können. Die Unternehmen, die Produktionshelfer einsetzen, lernen diese meist an. Damit ist es für die Helfer einfacher, mit den Prozessen in den Abteilungen zurechtzukommen. Gern gesehen sind in Produktionsbereichen Menschen, die kleinere Maschinen, wie etwa Gabelstapler fahren können. Doch auch hier sind viele Firmen bereit, Produktionshelfer anzulernen.

Große Chancen, nebenberuflich Geld als Produktionshelfer verdienen zu können, haben alle, die einen branchenähnlichen Beruf gelernt haben oder sogar ausüben. Unternehmen stellen gern auch Helfer ein, die sich mit speziellen Prozessen der Produktion auskennen. Auch die Chance, ein etwas höheres Gehalt zu bekommen, ist für Produktionshelfer mit nachgewiesenen Vorkenntnissen wesentlich höher.

körperliche Voraussetzungen

Für die Tätigkeit als Produktionshelfer sollten die körperlichen Voraussetzungen stimmen. Manche Arbeiten werden ausschließlich im Stehen ausgeübt. Oft sind die Bewegungen eintönig oder belasten einseitig. Produktionshelfer müssen oft schwere Dinge anheben und bewegen oder sperrige Geräte wie einen Hubwagen bewegen können. Über die körperlichen Anforderungen sollte sich jeder zuvor informieren. Nicht jeder Produktionsjob muss physisch anstrengend sein. Es gilt nur, die richtige Wahl zu treffen.

Arbeitszeiten in der Produktion

Fertigungsbetriebe arbeiten in der Regel im Schichtbetrieb. Das gilt umso mehr, wenn Firmen Saisonware herstellen. Produktionshelfer sollten sich deshalb auf eine Arbeit im Schichtbetrieb einstellen. Auch an den Wochenenden stehen viele Maschinen in den Unternehmen nicht still. Wer kein Problem mit Arbeitszeiten an Sonn- und Feiertagen hat, ist als Produktionshelfer oft willkommen.

Viele der angebotenen Jobs als Produktionshelfer werden verstärkt in der Urlaubsaison angeboten. Die Arbeit in wechselnden Schichten hat für Produktionshelfer im Nebenjob durchaus auch ihre Vorteile. Wer hauptberuflich in einem anderen Job arbeitet, kann für einen bestimmten Zeitraum in den frühen Morgenstunden oder abends noch ein paar Stunden als Produktionshelfer leisten und etwas Geld hinzuverdienen.

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Quellen

Bild: ©shutterstock – Photographee.eu

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