Erfahrungen mit Machdudas

Schnell mal einen kleinen Job nebenher erledigen, und etwas Geld verdienen. Oder schnell mal Unterstützung finden, wenn es um eine Tätigkeit geht, die man nicht selbst ausführen kann. Machdudas scheint die ideale Plattform zu sein für alle kleinen Tätigkeiten und Minijobs, sowohl für Auftraggeber als auch für alle Jobsuchenden.

Ob sich das tatsächlich so verhält, und wo die Vor- und Nachteile der mittlerweile recht bekannten Jobplattform liegen, beleuchten wir eingehend in unserem Beitrag.

Wie funktioniert Machdudas?

Die Plattform Machdudas.de ist im weitesten Sinne eine Art Kleinanzeigen-Portal. Auftraggeber, die kleine Arbeiten zu vergeben haben, und Jobsuchende können sich kostenlos auf der Plattform registrieren. Wer einen Job ergattert, muss allerdings 3 € Vermittlungsgebühr an Machdudas.de bezahlen. Das gilt pro vermitteltem Job.

Kontaktdaten werden grundsätzlich nur dann angezeigt, wenn eine Vermittlung zustande kommt. Die näheren Fragen zum Auftrag kann man aber anonym über die Bewerbung und eine anonyme Messaging-Funktion sicherstellen.

Welche Jobs werden auf Machdudas.de angeboten?

Kurz: Alles. Vom Zusammenfassen von Büchern und dem Verfassen eines Ebooks über Übersetzungen bis hin zu freien Vermittlern auf Provisionsbasis findet man auf Machdudas.de faktisch alle möglichen Jobs und Arbeiten. Für manches werden spezielle Kenntnisse vorausgesetzt, wie etwa als Illustrator für ein Kinderbuch oder für kleine Programmieraufträge.

Andere Jobs wiederum setzen nur ein wenig Fitness oder Willen voraus, wie etwa Umzugshilfe oder Gartenarbeiten. Daneben findet sich auch das gesamte Spektrum an Jobs, das man sonst auch auf Haushelden.de finden kann: Kinderbetreuung, Nachhilfe, Haus- und Gartenarbeiten, Mini-Putzjobs.

Beliebter Nebenjob: Meinungsumfragen beantworten und Geld verdienen

Bezahlte Online-Umfragen sind Befragungen zu unterschiedlichen Themen, bei denen die Meinung oder die Vorlieben der Teilnehmer abgefragt werden. Da die Beantwortung der Fragen Zeit kostet, wird im Gegenzug vom ausführenden Unternehmen eine Vergütung angeboten. Damit soll der zeitliche Aufwand der Teilnehmer für die Beantwortung der Fragen entschädigt werden.

Top 3 Anbieter von bezahlten Umfragen:

AnbieterAuszahlungArt der AuszahlungTest
Myiyo ab 20 €PaypalTestzum Anbieter
MeinungsOrtab 2,5 €PayPal, ProdukttestsTestzum Anbieter

Was wird auf Machdudas.de bezahlt?

Grundsätzlich kann man sich als Jobsuchender auf Machdudas.de mit einem Angebot bewerben, seinen Preis und seine Vorzüge angeben und dann hoffen, dass man das für den Auftraggeber beste Angebot abgegeben hat.

Der Auftraggeber entscheidet sich dann nach eigenem Ermessen für den für ihn überzeugendsten Jobber. In den meisten Fällen wird, da es sich vorwiegend um private Auftraggeber handelt, wohl das günstigste Angebot zum Zug kommen. Das muss aber nicht immer zwingend der Fall sein. Ständiges Unterbieten ist nicht immer die beste Strategie.

Welche Sicherheit gibt es auf Machdudas.de?

Auch hier ist die Antwort kurz und bündig: Keine. Auftraggeber und Auftragnehmern können Preise und Modalitäten frei verhandeln, und müssen auch Übergabe und Bezahlung selbst regeln.

Insofern muss man als Jobber immer auf die Seriosität des Auftraggebers und des Auftrags achten, umgekehrt muss man auch als Auftraggeber darauf achten, ob der Job tatsächlich ordnungsgemäß und vor allem wunschgemäß erledigt wird. Beide Seiten gehen hier also ein gewisses Risiko ein, das sich auf der Plattform selbst nicht ausschließen lässt.

Wer steht hinter Machdudas.de?

Hinter Machdudas.de steht eine Limited mit Sitz in England (Birmingham) und einem Sitz in Hamburg. Es handelt sich hier um eine englische Firma, die als einfache Alternative zu deutschen Firmengründungen in England gegründet wurde. Das Unternehmen unterliegt durch seinen Sitz in Deutschland dennoch deutscher Gesetzgebung.

Limited-Gründungen im Ausland waren vor einigen Jahren sehr beliebt, und stellten anfangs einige rechtliche Probleme mit ihrem deutschen Sitz. Mittlerweile werden sie aber wie deutsche Unternehmen in den meisten Punkten behandelt. Eine Umsatzsteuer-ID ist vorhanden, auch ein Eintrag ins Handelsregister in Hamburg besteht. omit kann man davon ausgehen, dass das Unternehmen seriös und legal tätig ist.

Kritik an Machdudas.de

Einerseits lockt die Vielzahl und die bunte Vielfalt unterschiedlichster Aufträge auf der Plattform. Andererseits hört man gerade aus dem Netz auch immer wieder Kritik an Machdudas.de.

Im Wesentlichen bezieht sich diese Kritik auf die Willkür und die Unfreundlichkeit des Supports. Mal werden einfach Profile gelöscht, mal werden zu hohe oder zu niedrige Preise bemäkelt. Auf Anfragen oder bei Problemen, mit denen sich User an den Support wenden, wird sehr häufig barsch und unwillig reagiert. Lösungen werden eher nur selten angeboten.

Die Zahl der neu eingestellten Jobs und die laufenden Bewerbungen zeigen aber, dass es auf der Plattform dennoch hohen Betrieb gibt. Viele User sind mit der Arbeitsweise von Machdudas.de durchaus auch zufrieden.

Vielfach wird auch bemängelt, dass es sich bei den Preisvorstellungen von Auftraggebern um Dumpinglöhne handelt. Davon muss man naturgemäß bei solchen Vermittlungsplattformen aber ausgehen, wenn ein Auftraggeber mehrere sehr niedrige Angebote erhält, wird er in den meisten Fällen wohl eher zu diesen greifen.

Solange ein Auftraggeber einen Dumpinglohn veranschlagt und sich jemand daraufhin bewirbt, kann man das aber nicht Machdudas.de anlasten. Inwieweit solche Plattformen generell den Preisverfall bei vielen Tätigkeiten fördern, mag dahingestellt bleiben.

Fazit

Wir finden Machdudas.de durchaus eine akzeptable Plattform, auf der man viele und vor allem vielfältige Möglichkeiten findet, schnell kleine oder größere Jobs zu erledigen. Dass es keinerlei Sicherheit für Jobber oder Auftraggeber gibt, finden wir ebenfalls problematisch. Das ist aufgrund der Struktur der Plattform aber wohl nicht zu vermeiden, hier muss jeder selbst ausreichend Vorsicht walten lassen.

Den Support konnten wir persönlich noch nicht zu seinen schlechtesten Stunden erleben, die Meinung so vieler User wird also sicherlich nicht völlig aus der Luft gegriffen sein. Am Ende hängt es wohl immer davon ab, was man erwartet.

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Quellen:

Bild: VGstockstudio/shutterstock.com

Dmitry Poborchiy

Dmitry Poborchiy

B. Eng.

Dmitry ist der Gründer von Bonexo. Nach seinem Studium ist er selbständig geworden und beschäftigt sich jetzt mit der Optimierung von Finanzen für mehr Netto vom Brutto.

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6 Antworten

  1. Sorry, aber das stimmt nicht. Als Auftragnehmer ist man absolut aufgeschmissen.

    Unfreundlich, parteiisch, egoistisch und mit dem Geschäftsmodell absolut gewinnorientiert … ohne Fingerspitzengefühl.

    Nie wieder. Aber ich werde ne Kampagne diesbezüglich starten, um andere Auftragnehmer zu schützen.

  2. Ich kann nichts Negatives über Machdudas sagen.Ich habe über das Portal schon eine Aufträge erhalten und die
    Abwicklung war bis jetzt immer korrekt und ohne Probleme.

    1. Das sehe ich als Auftraggeber genauso. Man kann wirklich tolle Leute dort finden, mit denen man zuverlässig zusammenarbeiten kann. Wer sich hier beschwert, gehört wohl eher zu dem Personenkreis, der zwar nichts zu bieten hat, aber großartige Ansprüche stellt.
      VG, content-werkstatt

  3. Man sollte sich die Datenschutzbedingungen von Machdudas sehr genau durchlesen!
    Machdudas verdient wohl eher über die Werbeoptionen, die die sich eingeräumt haben.

    Dass diese Webseite sich im Sekundentakt auf und ab bewegt finde ich etwas irritierend!

  4. Ich habe schon viele Aufträge bei machdudas bekommen, auch richtig gute. Und auch als Auftraggeber habe ich dort schon Jobs vergeben. Aber es ist am Ende so, dass der Markt für viele Jobs total kaputt gemacht wird, weil es immer einen gibt, der es macht. Oder aber Bewerber, die nichts liefern und wenn du sie schlecht bewertest, machen sie dir dein gutes Profil kaputt.

    Als Auftragnehmer rege ich mich da regelmäßig mächtig auf…

    Gerade eben gelesen:

    Recherchiert werden soll:

    – Name des Ausflugsziels
    – Adresse
    – Telefonnummer
    – Webseite
    – Eintrittspreis
    – Altersempfehlung
    – Parkplatz vorhanden (Ja/Nein)
    – Mit Bus & Bahn erreichbar (Ja/Nein)
    – Bei Regen möglich (Ja/Nein)
    – Bei Sonnenschein möglich (Ja/Nein)
    – Bistro vorhanden (Ja/Nein)
    – Kinderwagentauglich (Ja/Nein)
    – Toilette vorhanden (Ja/Nein)
    – Rollstuhlgerecht (Ja/Nein)
    – Möglichkeit zum Wickeln & Stillen (Ja/Nein)

    Im ersten Schritt handelt es sich um 620 Ausflugsziele, die Städte geben wir vor.

    Pro Ausflugsziel bieten wir 15 Cent an.

    https://www.machdudas.de/jobs/recherche-von-ausflugszielen-mit-kindern-in-deutschland-93152

    Ich verstehe nicht, dass machdudas solche Aufträge überhaupt frei gibt. Manchmal denke ich, da sitzt ein Analphabet und checkt die Anzeigen. Es werden Jobgesuche freigeschalten, wo Leute Aufträge suchen aber keine zu vergeben haben. Ich bin dort zahlender Kunde, weil ich mich gerne auf jeden Job bewerben können möchte, der mir zusagt. Ich nehme dort kein Blatt vor den Mund und bewerbe mich auf krasse Ausschreibungen mit klaren Ansagen an die Auftraggeber – zu diesem habe ich in einer Frage aufgerechnet, dass bei 2 Minuten Recherchezeit je Ziel ein Stundensatz von 4,50 bei rum kommt. Aber es gibt Bewerber die sogar deutlich schreiben, sie sind mit dem Preis einverstanden. Und das ist das eigentliche Problem! Bin gespannt ob die Frage freigeschaltet wird.

    Mir wäre lieber, es würde auf Gewerbe usw. geschaut werden, dass nicht jeder dort sich auf qualifizierte Jobs wie Webdesign oder Texten bewerben kann, der will und dann für so wenig Geld arbeitet. Außerdem werden die meisten Nutzer dort nicht verifiziert und du hast manchmal von einem Auftraggeber nur einen Vornamen – hier hab ich mir inzwischen auch abgewöhnt, mit einem Auftrag anzufangen bevor ich telefoniert habe und eine Postadresse, die ich kontrollieren kann, kenne.

    Ich schaue dort regelmäßig vorbei und bewerbe mich – arbeite aber nur noch zu meinen Preisen. Wenn Auftraggeber dann erst gemerkt haben, dass viele nicht liefern oder schlechte Arbeit machen, dann sind sie auch bereit, das zu bezahlen.

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